Was zählt für…

... Marcus Kirchdörfer und Dr. Hartmut Ritter?
Ganz Deutschland mit LoRaWAN® vernetzen: Das ist das Ziel der Minol ZENNER Connect GmbH und ihrer Geschäftsführer.

Herr Kirchdörfer, Herr Dr. Ritter, warum braucht Deutschland ein flächendeckendes LoRaWAN®-Netz?

Kirchdörfer: LoRaWAN® ist eine der wichtigsten Technologien für das Internet der Dinge (IoT), und das wächst in rasantem Tempo: Man schätzt, dass bereits im Jahr 2020 und in den Folgejahren rund 20,4 Milliarden Geräte vernetzt sein werden. Wir beobachten, dass viele Unternehmen derzeit mit Hochdruck eigene IoT-Net- ze aufbauen, um ihre Leistungen und Geschäftsmodelle zu digitalisieren. LoRaWAN ® -Netze sind dafür ideal, weil sie für große Reichweiten ausgelegt sind und nur sehr wenig Energie verbrauchen – die eingebundenen Geräte kommen jahrelang mit einer Akkuladung aus. Für LoRaWAN ® spricht auch, dass es sich um einen offenen Übertragungsstandard handelt. Durch die Verwendung des unlizenzierten Spektrums ist es recht einfach, ein eigenes Netzwerk aufzusetzen und zu nutzen. All das macht LoRaWAN ® zur bevorzugten Technologie für die Immobilienwirtschaft, aber auch für Industrie-, Energie- und Kommunalbetriebe

Was genau ist dabei Ihr Part?

Dr. Ritter: Die Minol ZENNER Connect GmbH berät Unternehmen bei der Einrichtung der Netze, steht ihnen bei der Planung und Inbetriebnahme zur Seite und übernimmt sämtliche Leistungen des Netzbetriebs, einschließlich aller Verpflichtungen gegenüber der Bundesnetzagentur. Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarländern gab es in Deutschland vor uns keinen LoRaWAN ® – Provider, der landesweit aktiv ist und ein flächen- deckendes Netz vorweisen kann. Die Minol ZENNER Connect GmbH wurde im Januar 2019 gegründet, um genau diese Lücke zu schließen

Wie kommen Sie mit dem Netzaufbau voran?

Kirchdörfer: Stand Juli 2019 haben wir bereits über 3.500 von Minol betreute Liegenschaften in 390 Städten vernetzt. Wir haben uns für den Rollout zunächst die Ballungsräume vorgenommen. Die verbliebenen ländlichen Regionen wollen wir dann in den kommenden Jahren durch neue Kunden und Roaming-Partnerschaften erschließen. Roaming-Partnerschaften ermöglichen Betreibern, das Netz der jeweils anderen für die eigenen Kunden mit zu nutzen. So wächst die Netzabdeckung organisch und nach Bedarf. Auf unserer Website mz-connect.com kann man übrigens jederzeit nachschauen, wie weit wir mit dem Netzaufbau vorangeschritten sind

Wie funktioniert der Netzaufbau ganz konkret, in der Praxis?

Dr. Ritter: Die größte Herausforderung ist die Suche nach geeigneten Standorten für unsere Gateways und deren Montage. Wir unterscheiden zwischen Indoor-Gateways, die zum Beispiel in Dachstöcken, Fluren und Kellern von Immobilien montiert werden, und Outdoor-Gateways, die etwa auf Hausdächern oder Masten angebracht sind. Unsere Infrastruktur umfasst derzeit 2.500 IoT-Gateways, mit denen bereits mehr als 300.000 Messgeräte und Sensoren mittels LoRaWAN ® kommunizieren. Die Gateways übertragen ihre Daten dann per Mobilfunk an unseren sicheren, in Deutschland betriebenen Server

Wem kommen Ihre Netze zugute, und wie genau werden sie genutzt?

Kirchdörfer: Wir helfen der Wohnungswirtschaft, Visionen wie Smart Home, Smart Building, Smart City und Smart Mobility umzusetzen. Das Funk- system Minol Connect basiert auf un- serem LoRaWAN ® -Netz. Damit vernetzt Minol die unterschiedlichsten Geräte und Sensoren in und am Gebäude, von der Messtechnik über Rauchwarnmelder und Temperatur- und Feuchtesensoren bis zur Lade- Infrastruktur für E-Fahrzeuge, ruft deren Informationen aus der Ferne ab und macht sie für Verwalter nutzbar. In Zukunft werden fernables bare Zähler und monatliche Verbrauchsinformationen für die Hausbewohner Standard sein, so wie es die no vellierte EU-Energie effizienz-Richtlinie (EED) vorsieht.

Dr. Ritter: Auch für Energieversorger, Stadtwerke und Kommunen ist das Internet der Dinge topaktuell. Sie können damit unter anderem die städtische Infrastruktur überwachen. ZENNER arbeitet schon mit einigen Städten und Energieversorgern zusammen und setzt gemeinsam Projekte in Bereichen wie Zählerfernablesung, Trafostation-Überwachung, Smart Parking und Smart School um. Die Industrie zum Beispiel braucht die Netze, um Maschinen proaktiv zu warten, ein Energiemanagement system nach ISO 50001 einzurichten oder um Waren und bewegliche Betriebsmittel jederzeit orten zu können. Auch die Logistikbranche ist für das IoT prädes tiniert, weil sie damit ihre Lieferketten überwachen und steuern kann. Landwirtschaftliche Betriebe integrieren beispielsweise Boden- und Bewässerungs sensoren in ein IoT-Netz, um Nutzflächen präziser bewirtschaften zu können. An all diese Kundengruppen richtet sich das Angebot der Minol ZENNER Connect.

MZG AMM BERLIN REPORT

Minol ZENNER Connect war der Hauptsponsor des wichtigsten LoRa Alliance Events 2019, LoRaWAN Live! und Open House Market Place, im letzten Monat in Berlin. Es war die erfolgreichste LoRaWAN Live! Veranstaltung der LoRa Alliance seit ihrer Gründung 2015, so kamen weit mehr als 550 Besucher, um zu sehen und zu erfahren, warum LoRaWAN zum weltweit führenden De-facto-Standard für IoT-Technologien geworden ist.

Die LoRaWAN Live! ist der krönende Abschluss der LoRa Alliance All Members Meetings. Während dieser Tage treffen sich die Komitees für Technik, Marketing und Zertifizierung, um Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Förderung von LoRaWAN zu diskutieren und voranzutreiben.

Die Minol ZENNER Gruppe war in den Komitees für Technik und Marketing durch Dr. Hartmut Ritter, Marcus Kirchdörfer (beide Minol ZENNER Connect), Dr. Niklas Klein (ZENNER IoT Solutions), Boris Stöckermann (Minol) und Val Jelinic (ZENNER Connect) gut vertreten.

Das technische Komitee konzentrierte sich auf die Fertigstellung der mit Spannung erwarteten Version 1.0.4 der LoRaWAN Spezifikation, während das Marketingkomitee die Entwicklung von Marketingstrategien für vertikale Märkte im IoT-Markt fortsetzte.

Das Hauptthema des Technik-Komitees war das Roaming zwischen den Netzwerkbetreibern, die Roaming-Verträge abschließen, egal ob Punkt-zu-Punkt oder über einen Roaming-Hub. Hervorragende Fortschritte erzielten auch die Mitglieder des Marketingkomitees in mehreren Breakout-Sessions mit den Schwerpunkten Smart Cities, Smart Utilities, Smart Agriculture, Smart Buildings und Smart Industry.

Die Marketing Task Force Deutschland (TFG), die im Februar auf Initiative der Minol ZENNER Gruppe und unter der Leitung von Val Jelinic ins Leben gerufen wurde, war maßgeblich an der Standortwahl und Vorbereitung dieser Veranstaltung beteiligt und unterstützte das AMM-Planungskomitee bei der Planung und Organisation.
Sascha Schlosser, Geschäftsführer der ZENNER International, eröffnete die LoRaWAN Live! als Key Note Speaker und ermutigte das Publikum zur unternehmerischen Mitgestaltung der Zukunft: „Wir müssen die Menschen ermutigen, neue Technologien zu nutzen, neue Möglichkeiten zu sehen und auch ermutigen, Fehler machen zu dürfen.“
Marcus Kirchdörfer, Geschäftsführer von Deutschlands größtem LoRaWAN-Netzbetreiber, Minol ZENNER Connect, gab Einblicke in seine Erfahrungen beim Aufbau und Betrieb des Netzwerkes im Rahmen des LoRaWAN Operator Panels, eine der am stärksten besuchten Gruppendiskussionen des Tages.
Andrea Krämer, Geschäftsführerin der Minol Messtechnik, zeigte auf, warum Minol mit inzwischen weit über 300.000 LoRaWAN Geräten im Betrieb einer der größten Endanwender auf LoRaWAN setzt. Minol optimiert zahlreiche Prozesse und generiert zusätzliche Mehrwerte für Ihre Kunden. Darüber hinaus gab Frau Krämer auch einen Einblick in die Vielzahl und die Anwendungsbreite der zukünftigen IoT-Anwendungsfälle, die Minol gemeinsam mit ihren Kunden entwickelt und so kundenzentriert ihr Lösungportfolio erweitert.
Am interaktiven Messestand der Minol ZENNER Connect wurden die IoT-Use-Cases der Minol ZENNER Gruppe demonstriert. Der Stand entwickelte sich wegen der Vielzahl an spannenden Cases und den hervorragenden Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken zur zentrale Anlaufstelle beim Open House Market Place.

Am Ende des Tages nahm sich auch Donna Moore, CEO und Vorsitzende der LoRa Alliance, viel Zeit, um unseren Stand zu besuchen und sich persönlich bei Sascha Schlosser und Boris Stöckermann für die Platin Sponsorship der Veranstaltung durch Minol ZENNER Connect und das großartige Engagement der Minol ZENNER Gruppe, deren Einsatz entscheidend zum großen Erfolg der Veranstaltung beitrug, zu bedanken.
Das gesamte Team der Minol ZENNER Gruppe bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, die zu diesem tollen Event beigetragen haben. Ganz besonders danken wir allen Besuchern und unseren Kunden für Ihre Teilnahme, die vielen interessanten Gespräche, Diskussionen, Einblicke und zahlreichen Projektanfragen.

Herzlich gerne stehen wir für weitere Gespräche, Anfragen und Informationen zur Verfügung.

Alle, die dieses Mal nicht dabei sein konnten, finden hier Veranstaltungseindrücke, Aufzeichnungen der Vorträge, Panels und gezeigten Präsentationen der Veranstaltung.

Fernziel deutschlandweites LoRaWAN-Netz

Die Minol ZENNER Connect GmbH unterstützt Stadtwerke und Industriebetriebe beim Aufbau von LoRaWAN-Netzen. Durch Verknüpfung lokaler Infrastrukturen will der Dienstleister landesweit ein möglichst flächendeckendes Funknetz erschaffen.

Dass die Minol ZENNER Connect GmbH (MZ Connect) auf der E-world – zumindest auf dem Messestand der ZENNER International GmbH & Co. KG – im Mittelpunkt vieler Gespräche stehen würde, war absehbar. Nur wenige Tage zuvor war das Unternehmen, das als deutschlandweiter Anbieter für den Aufbau und Betrieb von LoRaWAN-Funknetzen ambitionierte Ziele verfolgt, offiziell aus der Taufe gehoben worden. Damit deckt ZENNER nun die gesamte Prozesskette für Anwendungen im Bereich Internet of Things (IoT) ab – von der Planung über den Bau bis zum Betrieb – und stellt dafür auch sämtliche Hardware, Betriebssysteme und zahlreiche Applikationen aus eigener Entwicklung zur Verfügung.


Das Feedback von Stadtwerken und Energieversorgern sei insgesamt sehr positiv gewesen, berichtete MZ Connect-Geschäftsführer Marcus Kirchdörfer nach der Messe. Zu den wesentlichen Erkenntnissen zähle, dass große Stadtwerke den Aufbau und Betrieb von LoRaWAN-Netzen tendenziell eher in Eigenregie bewerkstelligen möchten. Beim Gros der kleinen und mittelgroßen Versorger hingegen, die nicht über die nötigen eigenen Ressourcen verfügen oder bewusst einen partnerschaftlichen Weg anstreben, sei das Interesse am MZ Connect-Angebot sehr lebhaft.

Heterogene Wissensbasis

Die familiengeführte Unternehmensgruppe bietet Messtechnik, Abrechnungsdienstleistungen und IoT-Lösungen für globale Märkte. Sie beschäftigt weltweit mehr als 3.500 Mitarbeiter und ist in mehr als 40 Ländern mit Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern vor Ort. Minol ist ein weltweit führender Dienstleister für die Immobilienwirtschaft. Hauptsitz ist Leinfelden-Echterdingen, 20 Niederlassungen sichern die Präsenz in ganz Deutschland. Das Unternehmen unterstützt die Immobilienwirtschaft bei der Digitalisierung ihrer Prozesse und bei der Umsetzung von Zukunftsszenarien wie Smart Home, Smart Care und Smart City. ZENNER mit Hauptsitz in Saarbrücken entwickelt, produziert und vertreibt Messtechnik und Systemlösungen auf Basis von Internet-of-Things-Technologien. Sie bietet sämtliche IoT-Leistungen von der Projektentwicklung über die Messdatenerfassung und -verarbeitung bis zur Applikation beim Endanwender. Zur Minol-ZENNER-Gruppe gehören einige weitere Unternehmen, zum Beispiel aus dem IoT-Umfeld. Mehr Informationen unter www.minol.de/minol-zenner-gruppe

Auf der E-world 2019 stellte sich das neue Unternehmen Minol ZENNER Connect vor. Von links nach rechts: Dr. Hartmut Ritter, Geschäftsführer Minol ZENNER Connect; René Claussen, Leiter Geschäftsbereich IoT & Digitale Lösungen bei ZENNER International; Sascha Schlosser, Geschäftsführer ZENNER International; Marcus Kirchdörfer, Geschäftsführer Minol ZENNER Connect. Foto: ZENNER International

Niedrige Einstiegsbarrieren

Auch wenn mittlerweile zahlreiche Stadtwerke und Energieversorger teils umfangreiche LoRaWAN-Vorhaben gestartet haben – allein ZENNER betreut mittlerweile rund 80 operative IoT-Pilotprojekte – sei im Energiebereich an vielen Stellen noch Überzeugungsarbeit zu leisten. „Wir versuchen, die IoT-Einstiegsbarriere für Kunden so niedrig wie möglich zu halten und sind für viele Formen der Zusammenarbeit offen“, so Kirchdörfer. „Wir unterstützen Unternehmen, denen es ausschließlich um die Nutzung von IoT-Konnektivität geht, ebenso wie solche, die LoRaWAN-Endgeräte und -Gateways selbst erwerben, einbauen und warten wollen. In diesem Fall fokussieren wir uns auf alle Systeme und Prozesse im Hintergrund: also den Betrieb der Backend-Systeme und das gesamte Datenmanagement, vom Geräteverwaltung Gatewaymangement bis zur IoT-Anwendung.“


Minol ZENNER Connect will mit Flexibilität und partnerschaftlichem Miteinander punkten – und der Aussicht für die Versorger, beim wichtigen Zukunftsthema IoT selbst die Kontrolle zu behalten. „Gerade im Stadtwerkeumfeld ist es so, dass die Unternehmen den Betrieb der Endgeräte in der eigenen Hand behalten wollen“, weiß Kirchdörfer aus zahlreichen Gesprächen. „Wir ermöglichen es den Kunden sich auf die für IoT wichtigen Endgeräte zu konzentrieren und nehmen den Kunden den Betrieb der LoRAWAN Gateways und das Erfüllen regulatorischer Anforderungen ab.


Zum Beispiel beim Einhalten regulatorischer Spielregeln gegenüber der Bundesnetzagentur. Auch wenn LoRaWAN noch eine Nischenanwendung ist, rückt der Betrieb der Netze in den Fokus der Bundesnetzagentur. Das heißt, es gibt eine Meldepflicht, es sind gewisse Sicherheitskriterien zu erfüllen und es ist eine saubere Trennung von Verkehrs- und Personendaten zu gewährleisten. Darüber hinaus besteht Auskunftspflicht, wenn beispielsweise Bundeskriminalamt oder Staatsanwaltschaft im Falle einer Straftataufklärung Dateneinsicht verlangen.


All dies gilt allerdings erst in dem Moment, wenn externe Anwendungen auf dem stadtwerkseigenen LoRaWAN-Netz laufen – egal ob dies entgeltlich oder unentgeltlich geschieht, klärt Kirchdörfer auf. „Wenn ein Stadtwerk beispielsweise nur die eigenen Zähler abliest und nichts anderes mit diesem Netz macht, handelt es sich meist um eine interne Anwendung, die nicht unter die Regulationsbestimmungen fällt. Werden damit allerdings für das Rathaus beispielsweise die Feuerwehrzufahrten überwacht, greifen die regulatorischen Regeln.“

Roaming bei LoRaWAN-Netzen

Ein Thema, das bei vielen Fragen aufwirft, ist das Roaming zwischen LoRaWAN-Netzen. Minol ZENNER Connect hatte auf der E-world erstmals über diese Option öffentlich informiert. Wie funktioniert Roaming technisch? Und für wen ist das unter welchen Umständen interessant?


„Im Gegensatz zum Mobilfunk kommen bei LoRa-WAN keine SIM-Karten zum Einsatz. Dadurch ist ein Wechsel zwischen LoRa-WAN-Netzen viel einfacher möglich. Es reicht, dass die Netzanbieter im backend Datenweiterleitung vereinbaren – wobei die Verschlüsselung der Daten selbstverständlich erhalten bleibt. Während das nationale Roaming bei 5G aktuell nur diskutiert wird, ist es bei LoRaWAN von Anfang an Teil der Architektur.“, ergänzt Hartmut Ritter von MZ Connect.


LoRaWAN-Roaming ist zum Beispiel für Industrieunternehmen interessant, die den Standort beweglicher Güter wie Fahrzeuge oder Baumaschinen verfolgen wollen. In Südwestdeutschland, wo Minol ZENNER Connect für die Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG zahlreiche LoRaWAN-Gateways betreibt und damit vielerorts schon heute durchgängige Netzabdeckung bereitstellt, ist das sogar ohne Roaming möglich. Auf Deutschland bezogen, wäre ein solcher Service aber nur durch einen Schulterschluss der LoRaWAN-Netzbetreiber möglich, die ihre Infrastrukturen verbinden.


Ein anderes Szenario für Roaming entsteht beispielsweise, wenn MZ Connect bereits ein LoRaWAN-Netz für einen Kunden (etwa aus der Wohnungswirtschaft) betreibt, und das örtliche Stadtwerk parallel ein eigenes LoRaWAN-Netz aufbaut. „In dieser Situation wäre es ressourcentechnisch nicht klug, Infrastrukturen doppelt zu errichten“, erläutert Kirchdörfer. „Von einem Roaming-Agreement profitieren beide Seiten. Wir erreichen so auch Bereiche, in denen wir wegen mangelnder Kundendichte keine eigenen LoRaWAN-Gateways aufstellen würden. Das Stadtwerk andererseits braucht in den von uns mit LoRaWAN-Antennen ausgestatteten Liegenschaften keine eigene Hardware zu verbauen, um zum Beispiel Energiezähler fernauslesen zu können. Durch Roaming lassen sich die Pläne beider Unternehmen also intelligenter und kostengünstiger umsetzen.“

Konnektivität nach Bedarf

Minol ZENNER Connect verfolgt das Fernziel, ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz in Deutschland aufzubauen, was aber nicht heißt, dass dies bis in den letzten Winkel Realität wird. „Das wäre in Deutschland mit seiner Topologie und verteilten Siedlungsstruktur schwierig und wenig sinnvoll“, erklärt Marcus Kirchdörfer. „Wir bringen Konnektivität dorthin, wo sie benötigt wird. Unser Rollout-Plan bewegt sich deshalb entlang den Standorten unserer Zielgruppe, sprich Stadtwerke, Immobilienwirtschaft und Industriesektor. Letztlich geht es darum, LoRaWAN als Technologie in Deutschland so weit zu bringen, dass wir den großen Telekommunikationsanbietern die Stirn bieten können. Und da sind wir auf dem richtigen Weg.“

Pressemitteilung

Partner für das Internet der Dinge

Die neu gegründete Minol ZENNER Connect GmbH unterstützt Unternehmen unterschiedlicher Branchen bei der Digitalisierung – mit Beratung, Planung und Betrieb von IoT-Netzen.

Januar 2019: Das Internet der Dinge (IoT) ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen – für das Jahr 2020 werden weltweit rund 20,4 Milliarden vernetzte Geräte prognostiziert. Ob in der Industrie, Energie-, Kommunal- oder Immobilienwirtschaft: Viele Unternehmen bauen derzeit mit Hochdruck eigene IoT-Netze auf, um ihre Leistungen und Geschäftsmodelle zu digitalisieren. Dabei nutzen sie bevorzugt Long Range Wide Area Networks (LoRaWAN) mit geringem Energieverbrauch und großer Reichweite – die optimale Basis für Smart Factory, Smart Utility und Smart City. Ein neu gegründetes Unternehmen der Minol-ZENNER-Gruppe unterstützt sie dabei: Die Minol ZENNER Connect GmbH berät Unternehmen bei der Einrichtung von LoRaWAN-Netzen, steht ihnen bei der Planung und Inbetriebnahme zur Seite und übernimmt sämtliche Leistungen des Netzbetriebs, einschließlich aller Verpflichtungen gegenüber der Bundesnetzagentur.

Ziel: ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz
„Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarländern gibt es in Deutschland bis jetzt keinen LoRaWAN-Provider, der landesweit aktiv ist und ein flächendeckendes Netz vorweisen kann. Je weiter die digitale Transformation voranschreitet, desto stärker wächst auch die Nachfrage nach einem solchen Netzbetreiber – wir schließen also zum genau richtigen Zeitpunkt eine Lücke“, sagt Marcus Kirchdörfer, der die Minol ZENNER Connect GmbH gemeinsam mit Dr. Hartmut Ritter leitet. Das neue Unternehmen plant Kooperationen mit Kunden und anderen Netzbetreibern, um die einzelnen LoRaWAN-Infrastrukturen zu verknüpfen. Roaming-Partnerschaften sollen den Beteiligten ermöglichen, das Netz der jeweils anderen für die eigenen Kunden mit zu nutzen. So wächst die Netzabdeckung organisch und nach Bedarf.

IoT-Lösungen für verschiedene Branchen
Das Angebot der Minol ZENNER Connect GmbH richtet sich an jene Kundengruppen, die besonders von IoT- und speziell LoRaWAN-Netzen profitieren. Die Industrie zum Beispiel nutzt die Netze, um Maschinen proaktiv zu warten, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzurichten oder um Waren und bewegliche Betriebsmittel jederzeit orten zu können (Asset Tracking). Auch die Logistikbranche ist für das IoT prädestiniert, weil sie damit ihre Lieferketten überwachen und steuern kann. Landwirtschaftliche Betriebe integrieren beispielsweise Boden- und Bewässerungssensoren in ein IoT-Netz, um Nutzflächen präziser bewirtschaften zu können (Precision Farming). Energieversorger, Stadtwerke und Kommunen nutzen IoT unter anderem zur Fernüberwachung und Steuerung der städtischen Infrastruktur – die Minol-ZENNER-Gruppe arbeitet schon mit einigen Städten und Energieversorgern zusammen und setzt gemeinsam Projekte in Bereichen wie Zählerfernablesung, Smart Parking und Smart School um. „Viele Stadtwerke und Energieversorger wollen die Montage und den technischen Außendienst, also die laufende Wartung des Netzes, selbst übernehmen und auch im Besitz der Gateways bleiben. Sie beziehen uns bereits in der Konzeptionsphase als Partner mit ein, um sie bei der Planung und Umsetzung eines maßgeschneiderten Netzes zu beraten und dieses Netz dann langfristig zu betreiben“, erklärt Dr. Hartmut Ritter, Geschäftsführer der Minol ZENNER Connect GmbH. Nicht zuletzt nutzt auch die Immobilienwirtschaft, die Hauptzielgruppe von Minol, IoT-Lösungen zur Digitalisierung der Abrechnung und weitere Prozesse: Minol hat schon mehr als 1.000 LoRaWAN-Gateways installiert, um Messgeräte, Rauchwarnmelder und optional auch viele weitere Geräte in und an Gebäuden aus der Ferne auszulesen. In Zukunft werden fernablesbare Zähler und monatliche Verbrauchsinformationen für die Hausbewohner Standard sein; die Europäische Union hat soeben eine entsprechende Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet.
 
Unternehmensgruppe als IoT-Gesamtdienstleister
Aus Sicht der Minol-ZENNER-Gruppe ist das neu gegründete Unternehmen das bisher fehlende Puzzleteil im IoT-Portfolio: Sie ermöglicht ihr, Netze nicht nur wie bisher zu konzipieren, aufzubauen und mit allen nötigen Komponenten auszustatten, sondern auch mit und für ihre Kunden zu betreiben. Schon seit mehr als drei Jahren wandelt sich die Unternehmensgruppe vom Anbieter von Messtechnik und Abrechnungen zum IoT-Gesamtdienstleister. Mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungen im IoT-Umfeld bietet die Minol-ZENNER-Gruppe ihren Kunden komplette LoRaWAN-Lösungen an: Zähler und Sensoren, die technische Infrastruktur zur Übermittlung der Daten in Form von Netzen und Gateways, eine in Deutschland betriebene IoT-Daten-Cloud, Beratung beim Aufbau individueller IoT-Netze, Software-Plattformen und Applikationen zur konkreten Nutzung der Daten – und jetzt auch den Netzbetrieb.
 

Mehr Informationen unter: www.mz-connect.com

Minol ZENNER Connect auf der E-world energy & water:
Vom 5. bis 7. Februar 2019 in Essen, am ZENNER-Stand 5-208 in Halle 5
Bildunterschrift: Die LoRaWAN-Technologie vernetzt die kommunale Infrastruktur und schafft die Voraussetzung für die Smart City.
Bildunterschrift: Marcus Kirchdörfer (links) und Dr. Hartmut Ritter bilden die Geschäftsführung von Minol ZENNER Connect. Kirchdörfer war die vergangenen elf Jahre bei Minol, zuletzt verantwortlich als Technical Manager System Solutions. Ritter ist seit acht Jahren in der Unternehmensgruppe und verantwortet auch weiterhin ganzheitlich den Bereich Systemtechnik und Elektronik.
Über die Minol-ZENNER-Gruppe Die familiengeführte Unternehmensgruppe bietet Messtechnik, Abrechnungsdienstleistungen und IoT-Lösungen für globale Märkte. Sie beschäftigt weltweit mehr als 3.500 Mitarbeiter und ist in mehr als 40 Ländern mit Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern vor Ort. Minol ist ein weltweit führender Dienstleister für die Immobilienwirtschaft. Hauptsitz ist Leinfelden-Echterdingen, 20 Niederlassungen sichern die Präsenz in ganz Deutschland. Das Unternehmen unterstützt die Immobilienwirtschaft bei der Digitalisierung ihrer Prozesse und bei der Umsetzung von Zukunftsszenarien wie Smart Home, Smart Care und Smart City. ZENNER mit Hauptsitz in Saarbrücken entwickelt, produziert und vertreibt Messtechnik und Systemlösungen auf Basis von Internet-of-Things-Technologien. Sie bietet sämtliche IoT-Leistungen von der Projektentwicklung über die Messdatenerfassung und -verarbeitung bis zur Applikation beim Endanwender. Zur Minol-ZENNER-Gruppe gehören einige weitere Unternehmen, zum Beispiel aus dem IoT-Umfeld. Mehr Informationen unter www.minol.de/minol-zenner-gruppe
Pressekontakt: Vianney de La Houplière
Minol Messtechnik
W. Lehmann GmbH & Co. KG
Nikolaus-Otto-Straße 25
70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon (0711) 94 91-1198
E-Mail: vianney.delahoupliere@minol.com

Miriam Oser-Soto / Heidrun Rau
Communication Consultants GmbH
Engel & Heinz
Breitwiesenstraße 17
70565 Stuttgart
Telefon (0711) 9 78 93-31 bzw. -28
Telefax (0711) 9 78 93-44
E-Mail: minol@cc-stuttgart.de